Trauerphasen



Nach Kübler-Ross unterscheidet man bestimmte „Sterbephasen“;
und ähnlich, nach Verena Kast, auch gewisse „Trauerphasen“:

  • Als Erstes kann oft auftreten eine Phase des „Nicht-wahr-haben-Wollens“, mit quasi Empfindungslosigkeit, Schock im Gefühlsleben.

  • Als Nächstes brechen vielleicht viele „Emotionen“ aus, auch nachgeholte. Z.B. kann es gehen um: Zorn, Wut, Trauer, Verlassensangst, Schuldgefühl, Ohnmacht, Chaos, Vorwurf.

  • Die dritte Phase ist ein oftmaliges Wiederholen von Suchen und Finden, von einer Art Wiederbegegnung (durch Dinge, aber besonders gern im Traum) mit der am Ende doch notwenigen Trennung. Als gingen parallel der nüchterne Abschied und das innere Behalten des Verstorbenen.

  • In der vierten Phase steht das sinnvoll oder geklärt nebeneinander: der Verlust ist akzeptiert, und zugleich begleitet einen ein Erinnerungsschatz. Es kommt der Sinn hinzu, dass alles Zerstörte aufersteht und wiedergeboren wird oder dass das „Stirb und werde“ auszuhalten im Leben die Normalität ist. Man kann sich wieder dem Leben zuwenden. Und im günstigen Falle ergibt sich die Erkenntnis, dass alle Verstorbenen definitiv weiterleben in einer anderen Dimension.




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